
Seinen eigenen Brunnen zu graben, um den Garten zu bewässern, ohne vom öffentlichen Netz abhängig zu sein, ist ein zugängliches Projekt mit dem richtigen Material. Die Erdbohrmaschine ermöglicht das Bohren von Löchern in verschiedenen Böden, einschließlich lehmiger oder kompakter Böden, wo eine Handbohrmaschine schnell an ihre Grenzen stößt. Man muss jedoch wissen, wie man das Gelände vorbereitet, die richtigen Zubehörteile auswählt und das Bohren über die Zeit schützt.
Lehmiger, sandiger oder steiniger Boden: den Bohrer an das Terrain anpassen
Schon bevor man den Motor startet, bestimmt die Art des Bodens den weiteren Verlauf. Ein sandiger Boden lässt sich leicht bohren, aber die Wände brechen schnell ein. Ein lehmiger Boden widersteht dem Bohrer mehr, klebt aber an den Schnecken und verlangsamt den Fortschritt. Ein steiniger Boden kann die Rotation abrupt blockieren.
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Haben Sie schon einmal den Boden Ihres Gartens nach einem starken Regen beobachtet? Wenn er einen klebrigen Schlamm bildet, befinden Sie sich wahrscheinlich auf Lehm. Wenn er zwischen den Fingern durchfließt, handelt es sich um Sand. Diese einfache Beobachtung leitet die Wahl des Bohrers.
Für einen kompakten Boden ist ein Bohrer mit großem Durchmesser (etwa 250 mm) mit verstärkten Klingen vorzuziehen. Auf einem lockeren Boden genügt ein kleinerer Durchmesser, aber es muss ein schneller Vorbohrschutz eingeplant werden, um das Einbrechen der Wände zu verhindern. Wenn man sich entscheidet, eine manuelle Brunnenbohrung durchzuführen, vermeidet diese Analyse des Geländes, dass Material beschädigt wird oder man Stunden damit verbringt, einen feststeckenden Bohrer zu befreien.
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Vorbohrschutz und Schutz des Brunnkopfs: zwei oft vernachlässigte Schritte
Die meisten Anleitungen behandeln das Bohren selbst, gehen aber schnell über das, was direkt danach passiert, hinweg. Die Erfahrungsberichte, die von der Stiftung PRACTICA gesammelt wurden, zeigen, dass Brunnen häufig einige Monate nach der Inbetriebnahme verstopfen, wenn der Schutz des Brunnkopfs vernachlässigt wird.
Der Vorbohrschutz besteht darin, ein vorläufiges Rohr (häufig aus PVC) während des Bohrens in das Loch zu schieben. Es hält die Wände an Ort und Stelle, während Sie weiter tiefer bohren. Ohne ihn kann ein sandiger Boden einbrechen und die bereits geleistete Arbeit zunichte machen.
Der betonierte Brunnkopf
Sobald das endgültige Rohr installiert ist, sollte der Brunnkopf etwa zwanzig Zentimeter aus dem Boden herausragen. Eine kleine Betonschicht rundherum, mit einem umlaufenden Drain, verhindert, dass Regenwasser in den Brunnen eindringt. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt selbst für einen kleinen Gartenbrunnen, der zur Bewässerung dient.
Ein betonierter Anstieg schützt den Brunnen vor Oberflächeninfiltrationen und verlängert seine Lebensdauer erheblich. Ohne ihn könnten Bakterien, Düngemittel oder Pestizide aus dem Garten das Grundwasser kontaminieren.
Filter und Drainageschotter: für sauberes Wasser ohne Sand sorgen
Das endgültige Rohr allein reicht nicht aus. An seinem untergetauchten Ende filtert ein Filter (ein perforiertes Rohr mit feinen Schlitzen) das Wasser, das in den Brunnen gelangt. Neuere Leitfäden von Organisationen wie Fert betonen die Verwendung von Filtern mit feinen Schlitzen und von sortiertem Schotter, selbst bei kleinen manuellen Bohrungen.
Warum diese Wahl? Weil ein schlecht gefilterter Brunnen bei jedem Pumpen Sand ansaugt. Dieser Sand nutzt die Oberflächenpumpe oder die Motorkreiselpumpe vorzeitig ab und führt schließlich zur Verstopfung des Rohrs. Folgendes ist für eine korrekte Filterung erforderlich:
- Ein Filter, dessen Schlitze an die Korngröße des Bodens angepasst sind (feinere Schlitze für Sand, breitere für groben Schotter)
- Ein Schotterbett, das zwischen dem Rohr und den Wänden des Brunnens über die gesamte Höhe des Filters gegossen wird, um das Eindringen von Sand zu verlangsamen
- Ein PVC-Bodenstopfen, der unter dem Filter verklebt ist, um zu verhindern, dass Sedimente von unten in das Rohr aufsteigen
Ein gutes Filterbett reduziert die Sandansammlung und verlängert die Lebensdauer der Pumpe erheblich.

Sicherheit und Anmeldung: was die Vorschriften vorschreiben
Was das Material betrifft, so verfügen moderne Erdbohrmaschinen über ein Anti-Vibrationssystem und eine Sicherheitskupplung. Die Kupplung unterbricht die Rotation, wenn der Bohrer in einer Wurzel oder einem Stein stecken bleibt, was verhindert, dass die Maschine Ihnen aus den Händen gleitet. Überprüfen Sie vor dem Kauf oder der Miete, ob dieses Gerät vorhanden ist.
Anmeldung bei der Gemeinde
In Frankreich regelt die Verordnung vom 11. September 2003 über die Wasserentnahme die privaten Bohrungen. Mehrere Gemeinden verlangen mittlerweile eine vorherige Anmeldung, selbst für flache Brunnen, die zur Bewässerung dienen. Einige verlangen auch ein Rückschlagventil im Innennetz, um eine Verbindung mit dem Trinkwasser zu vermeiden.
Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde, bevor Sie beginnen. Das Unterlassen der Anmeldung eines Brunnens kann zu einer Geldstrafe führen, und ein nicht konformer Brunnen kann bei einem Immobilienverkauf Probleme verursachen.
Wartung des Brunnens und der Erdbohrmaschine nach dem Bohren
Sobald der Brunnen betriebsbereit ist, genügt eine jährliche Kontrolle, um seinen guten Zustand zu erhalten. Hier sind die Punkte, die zu überprüfen sind:
- Der Wasserspiegel im Brunnen zu Beginn und am Ende der Trockenzeit, um einen möglichen Abfall des Grundwasserspiegels zu erkennen
- Der Zustand des Filters (eine Pumpe, die Sand zurückbringt, signalisiert eine Verstopfung oder Verschlechterung)
- Die Deckplatte und der umlaufende Drain, um sicherzustellen, dass keine Risse das Oberflächenwasser eindringen lassen
- Der Durchfluss der Pumpe, der allmählich abnimmt, wenn das Filterbett verschmutzt
Für die Erdbohrmaschine selbst sorgt eine Reinigung der Schnecken nach jedem Gebrauch und ein regelmäßiger Ölwechsel des Motors dafür, dass ihre Bohrleistung erhalten bleibt. Die Klingen des Bohrers nutzen sich in abrasiven Böden schneller ab: Überprüfen Sie sie und ersetzen Sie sie, wenn sie nicht mehr in den Boden eindringen.
Ein gut geplanter Brunnen mit einem stabilen Rohr, einem passenden Filter und einem geschützten Kopf kann viele Jahre lang Wasser zur Bewässerung liefern. Die eigentliche Investition liegt weniger in der Erdbohrmaschine als in der Qualität der Ausführung des Bohrens.